Rückflug und Heimkehr

Es so weit. Morgen Nachmittag werde ich in den Flieger steigen und Australien den Rücken kehren. 6 Monate voll mit neuen Erfahrungen, Eindrücken und Bekanntschaften liegen hinter mir, auf die ich mit einem breiten Lächeln zurückblicken kann. Es war die beste Entscheidung meines Lebens das Abenteuer "down under" anzunehmen, auch wenn es nicht immer leicht war. Ich kann es nicht realisieren, wie schnell die Zeit in den letzten Wochen gerannt ist und dass nun wirklich der Zeitpunkt gekommen ist, Abschied zu nehmen. Ich möchte noch einmal allen danken, die diese Reise möglich gemacht haben...allen voran Mama und Papa, sowie Ulrike und Lloyd hier in Australien. Aber auch allen anderen Australiern, die mich mit offenen Armen und aufgenommen haben! Ein weinendes Auge ist da jetzt doch, da Australien im vergangenen halben Jahr definitiv ein Teil von mir geworden ist, den ich immer in mir tragen werde. Aber die Vorfreude auf's "Nachhausekommen" ist größer... Irgendwann werde ich wiederkommen. Ob in zwei Jahren oder vier oder sechs, weiß ich noch nicht, aber ich weiß, dass ich wiederkommen werde. Australien hat mich in seinen Bann gezogen und es gibt für mich noch so viele Dinge zu entdecken, die ich während dieser Reise nicht alle unterbringen konnte... Doch jetzt heißt es erstmal nach Hause kommen. Und ich kann mir momentan nichts Schöneres vorstellen! Liebe Grüße und bis in zwei Tagen (!!!!!), eure Sophia xox

1.7.13 00:37, kommentieren

Daintree-Regenwald und Bungy-Sprung!

Nach meinem Tauchtrip wurde ich von ProDive zurück zur Unterkunft gebracht, wo ich dann noch für einige Minuten auf Ulrike und Lloyd gewartet habe, die am Samstag einen Halbtagsausflug auf eine der vorgelagerten Inseln im Great Barrier Reef unternommen hatten. Dann haben wir erstmal Erlebtes ausgetauscht, was die beiden alles auf ihrer Bootsfahrt und ihrem Inselaufenthalt gesehen haben und ich habe erzählt, was ich während meiner Tauchausbildung gelernt und unter Wasser entdecken konnte. Zusammen sind wir dann losmarschiert und Ulrike und ich haben Sushirollen zum Abendessen gekauft mit lecker Thunfisch und "prawns" (=Garnelen)...ich habe hier in Australien wirklich angefangen Fisch zu lieben Nach dem Abendessen habe ich nur noch Bilder auf Lloyds Laptop angeguckt und bin dann tot ins Bett gefallen, wo ich dann aber das Gefühl hatte auf dem Boot zu sein. Alles in meinem Kopf hat sich gedreht und ich hatte auf meinem linken Ohr noch Druck vom letzten Tauchgang...letztendlich bin ich dann aber fix im Land der Träume versunken und habe vom Great Barrier Reef geträumt (um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr daran erinnern von was ich geträumt habe). Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen...wir hatten für neun Uhr ein Auto gemietet um den Daimtree Regenwald etwas zu erkunden, der etwa 1 1/2 Stunden von Cairns entfernt beginnt und sich dann über Hunderte von Kilometern bis zum nördlichsten Punkt Australiens erstreckt. Christina (Lloyds Tochter) und Dan (Christinas Ehemann) hatten mir vor der Reise nach Cairns noch einen Bungy-Sprung angeschnackt, den sie mir vorträglich zum Geburtstag schenken würden. Ich war im ersten Moment sprachlos und wusste nicht, ob ich dieses Angebot wirklich annehmen sollte, aber die beiden haben darauf bestanden...also mussten wir auf unserem Weg zum Regenwald in Smithfield stoppen, das etwa 20 Minuten von Cairns entfernt liegt. Dort angekommen fingen meine Beine an, etwas schwach zu werden. Als ich mich dann letztendlich oben auf der Plattform (50 Meter über der Erde) befand, ist mir erst bewusst geworden, was ich eigentlich gerade machen. Mit etwas flauem Magen, schwitzigen Händen und etwas gequälten Gesichtsausdruck (was mir erst auf meinem Beweisvideo aufgefallen ist) bin ich langsam in Richtung Abgrund gehüpft, da mir ja die Beine zusammengebunden wurden. Mir wurde dann erklärt wie ich springen muss, aber das war ist irgendwie alles an mir vorbeigegangen...ich konnte an nichts mehr denken und hatte das Gefühl mir gleich in die Hose zu machen. Das letzte woran ich mich erinnern kann ist, dass der Typ neben mir bis drei gezählt hat und mir dann einen kleinen Schubs gegeben hat und ich wie mit einem Kopfsprung in die Tiefe gestürzt bin. Den Rest der Geschichte und ob ich überlebt habe werdet ihr auf dem Video sehen (Fortsetzung folgt...) Da (bei unserem Glück) genau an dem Sonntag, an dem wir uns ein Auto in Cairns mieten, der "Ironman" (das ist ein Marathon, der überall auf der Welt ausgetragen wird) in Cairns stattfand und die Autobahn in Richtung Regenwald für's Fahrradfahren und Laufen gesperrt wurde, mussten wir einen Umweg durch's Landesinnere fahren, der doppelt so lang wie der eigentliche Weg war. Das hat uns natürlich viel Zeit gekostet, sodass wir nicht viel Zeit im Daintree Regenwald hatten, bevor es dunkel wurde (was hier momentan so ca. um 17.30 Uhr ist). Um in den Daintree Nationalpark zu kommen mussten wir uns mit einer Fähre übersetzen lassen. Dann gibt es eine befestigte Straße, die sich mitten durch den Regenwald zieht und sehr kurvig ist. Von dieser Straße gehen dann viele Nebenstraßen ab, die dann aber meist unbefestigt sind und nur mit Fahrzeugen befahren werden dürfen, die Vierradantrieb haben. Aufgrund unserer begrenzten Zeit hat es uns nicht allzu weit in den Regenwald verschlagen und wir haben dann an einer Bucht gestoppt, da der Regenwald direkt bis zum Strand wächst. Dort haben wir dann ein wenig Zeit verbracht, bevor wir uns auf den Rückweg nach Cairns gemacht haben, da die Dunkelheit einbrach. Auf dem Weg zurück bin ich dann eingenickert, was halb so schlimm war, da es draußen ja eh nichts zu sehen gab. Zurück im Caravanpark haben wir dann noch Pizza gegessen und Fernsehen geguckt, bevor wir dann für die letzte Nacht in unseren Betten verschwunden sind. Am nächsten Morgen habe ich dann Ulrike fast getötet, da ich mit meinem Sprühdeo gesprüht habe und Ulrike davon schwere Atemprobleme bekommt...sie war am Husten und Röcheln, dass ich echt gedacht habe, ich würde sie umbringen. Zum Glück hat es sich dann nach einiger Zeit etwas gelegt, aber sie hatte den ganzen Tag über Kopfschmerzen, sodass ich ein ganz schlechtes Gewissen hatte.. Wir haben dann in Cairns noch bei Grill'd- Healthy Burgers Mittag gegessen und sind dann mit dem Taxi zum Flughafen gefahren, wo unser Flieger dann aber erst mit etwa 45 Minuten Verspätung abgehoben ist. Was in der Schlussfolgerung heißt, dass wir ewig Zeit totzuschlagen hatten und der Flughafen von Cairns genau 5 Geschäfte hat...definitiv zuviel Zeit für zu wenig Geschäfte. Unser Rückflug verlief aber sonst reibungslos und wir sind abends um 10 Uhr erschöpft aber heile wieder in Joel Joel angekommen. Es war ein supertolles Wochenende mit vielen neuen Eindrücken von einem so unterschiedlichen Teil Australiens verglichen mit dem was ich bisher in der Umgebung von Melbourne und Sydney kennengelernt habe. Es hat mir deutlich gemacht, wie sehr dieses Land variiert und dass es sozusagen nicht "ein" Australien ist, sondern sich eher aus vielen kleinen Puzzleteilen zu einem so vielfältigen Land bzw. gleichzeitig auch Kontinent zusammensetzt. Ein großes Dankeschön an Ulrike und Lloyd für diese Tagestour, es ist ein unvergessliches Erlebnis gewesen! Nun neigt sich meine Zeit hier dem Ende entgegen und die ersten tränenreichen Abschiede wurden genommen...ich kann es kaum glauben, dass die Zeit in den letzten Wochen so schnell gerannt ist. Auf jeden Fall freue ich mich schon riesig auf zuhause, aber trotzdem werde ich Australien mit einem weinenden Auge verlassen, da mir das Land und die Leute doch sehr ans Herz gewachsen sind und ich einiges vermissen werde. Liebe Grüße und bis nächste Woche, ich freue mich auf euch! Eure Sophia

28.6.13 04:16, kommentieren

Meine Ausbildung zum Open Water Diver (Scuba Diving) am Great Barrier Reef :)

Hier bin ich wieder! Diesmal habe ich die Hufe geschwungen und mir selbst in den Po getreten, um nicht wieder ewig den nächsten Blogeintrag vor mir herzuschieben. Ich sitze gerade im Flieger und bin zusammen mit Ulrike und Lloyd auf dem Weg von Cairns zurück nach Melbourne. Leider ist die Zeit in Cairns (Queensland) viel zu schnell gerannt. Auch wenn das Wetter nicht das beste gewesen ist (ziemlich unbeständig, aber um die 26 Grad) war die Reise eine der schönsten Erlebnisse meines Lebens. Was vor allem mit dem Great Barrier Reef zusammenhängt, das einfach nur sensationell ist. Doch eines nach dem anderen. Am Montag, den 3. Juni hat mich Christina (Lloyds Tochter) zum Flughafen in Melbourne gebracht, da ich am Sonntag ein Spiel mit Kyneton gehabt habe (was wir mal wieder vergeigt haben) und deshalb bei Christina und Dan gewesen bin. Der Flieger kam dann nach knapp 3 1/2 Stunde um 21.45 Uhr in Cairns an, wo ich dann gleich ins Taxi springen und zum Caravan-Park fahren konnte. Der Caravan-Park war nicht das Gelbe vom Ei, aber die günstigste Alternative in Cairns. Es war zumindest sauber, was die Hauptsache für mich gewesen ist. Außerdem war es sowieso erstmal nur für drei Nächte, da ich von Donnerstag bis Samstag dann mit der Tauchschule auf dem Boot geschlafen hab. Am nächsten Morgen begann also mein Tauchkurs um 8.45 Uhr. Von der Tauchschule sollte ich um 8.00 Uhr abgeholt werden (es war letztendlich schon fast 8:20 Uhr) und musste dann erstmal Papierkram erledigen, bevor es dann mit dem ersten Teil Theorie losging. Es gab aber keine Probleme, da ich die ganzen Dokumente nach Deutschland geschickt, damit ein Erziehungsbeauftragter diese unterschreiben konnte...ich bin ja leider noch nicht volljährig, was das Leben hier manchmal etwas kompliziert machen kann. Als dies dann erledigt war, konnte ich mir ein Lehrbuch in deutsch schnappen und mich auf den Weg ins "Klassenzimmer" machen. Ich hatte einen deutschen Tauchkurs gebucht, damit ich auch alles richtig verstehe und nicht irgendetwas Wichtiges falsch verstehe, was mich unter Wasser in Gefahr bringen könnte. Im Nachhinein denke ich, dass ich den Kurs auch in Englisch hätte machen können, aber zum Buchungszeitpunkt im Februar war ich mir noch nicht sicher, ob ich jemals ohne Probleme Englisch verstehen könnte :D Meine Tauchlehrerin hieß Jasmina und war einfach nur super Sie ist gebürtige Finnin und hat für einige Zeit in Wien gelebt, sodass sie ein ziemlich flüssiges deutsch sprechen kann. Zwar waren hier und da ein paar Grammatikfehler, aber ich bewundere jeden, der Deutsch als Fremdsprache flüssig sprechen kann. Sie war auch meine Tauchpartnerin (oder in Englisch "buddy"), da wir eine ungerade Gruppenzahl waren. Zunächst war ich dann im Pool etwas nervös, da ich mit ihr alles vormachen musste, was die anderen Zweiergruppen dann nachmachen mussten, aber sie war sehr geduldig und hat mich nie unter Druck gesetzt, wenn irgendwas nicht richtig geklappt hat. Wir haben die ersten Kapitel des Bauchen mithilfe von Videos durchgearbeitet und sind dann nach der Mittagspause (in der noch eine medizinische Untersuchung stattfand, die ich mit Bravour bestanden hab, haha) für unsere ersten praktischen Übungen in den Pool gehüpft. Die ersten Atemzüge unter Wasser mit dem sind einfach unvergesslich. Es fühlt sich seltsam an und man muss den Drang unterdrücken mit der Nase einzuatmen (was sowieso nicht funktioniert, da man 'ne Maske auf dem Gesicht hat), aber sonst ist es einfach nur fantastisch. Das einzige Problem, was ich am ersten Tag gehabt habe, war der Druckausgleich. Der Pool ist nur 3 Meter tief gewesen und ich hatte schon bei dieser Tiefe große Probleme den Druck wegzukriegen. Das Geheimnis ist, ein kleines Stück abzusinken, die Nase zuzuhalten und zu pressen, mit den Zähnen zu knirschen oder regelmäßig zu schlucken. Jedoch kann man den Druckausgleich nicht erzwingen und man sollte nicht tiefer gehen, wenn man Schmerzen im Ohr hat, da man ansonsten die Ohren böse verletzen kann. Auf jeden Fall hatte ich große Befürchtungen, wie es werden würde, wenn wir im Meer bis 18m tauchen und ich schon bei 3m so arge Probleme habe. Am zweiten Tag in der Tauchschule haben wir dann mit einem Vortrag von einem Profitaucher begonnen, der schon seit über 30 Jahren überall in der Welt taucht. Er hat uns dann nochmal Tipps zu empfehlenswerten Tauchorten und Ausrüstung gegeben und hat uns Rede und Antwort gestanden. Danach ging es dann in den Pool, wo wir einige verschiedene Masken und Flossen ausprobieren konnten. Nach dieser Werbung für all die Produkte, ging es dann weiter mit dem eigentlichen Unterricht. Wir haben den Pool gewechselt und dann noch einige Übungen gemacht, die relevant für sicheres Tauchen sind. Nachdem wir all diese Übungen abgeschlossen hatten, war der letzte Teil Theorie an der Reihe und ein kleiner Abschlusstest, der aber nicht wirklich ein Test war, da Jasmina uns einige Antworten gegeben hat und wir uns untereinander auch absprechen konnten. Alles in allem war es ein sehr entspanntes Lernen In meinem Tauchkurs waren noch sechs andere Deutsche, die teilgenommen haben. Julia aus Nürnberg (mit der ich mir eine Kabine auf dem geteilt habe), Daniel aus Bayern irgendwo (der sehr nett war, aber leider Bayernfan), Michael aus Stuttgart und drei Kumpels aus Rostock (Eric, Rico und Julian). Alle waren natürlich älter als ich, aber trotzdem habe ich mich mit allen gut verstanden. Am engsten war mein Kontakt jedoch zu Jasmina, da wir uns beide auf Anhieb sympathisch waren. Als es dann am Donnerstagmorgen um halb sieben auf's ProDive-Boot ging (ProDive war der Name der Tauchschule) konnte ich es kaum erwarten. Ich hatte am Tag vorher auf Anraten von Jasmina hin noch in eine Tauchmaske investiert, da ich Probleme mit den einheitlichen Masken hatte, die von der Tauchschule verliehen wurden. Mir lief immer Wasser in die Brille, sodass ich beschlossen hab, das Risiko nicht einzugehen unter Wasser nur mit meiner Maske beschäftigt zu sein. Es stellte sich heraus, dass die ein ziemlich kluger Schachzug gewesen ist, da ich keine Wasserprobleme hatte. Die 3 1/2 Stunden Bootsfahrt war ziemlich wacklig und ich war froh darüber Tabletten gegen Seekrankheit genommen zu haben, da ich doch ein ziemlich flaues Gefühl im Magen gehabt habe. Was den Tag dann noch etwas schöner gemacht hat, war die Tatsache, dass wir dem regnerischen Cairns den Rücken gekehrt haben und raus auf's Meer getuckert sind, wo nach einer Weile der Himmel anfing aufzureißen und die Sonne zwischen den Wolken hervorguckte. Insgesamt waren wir mit ca. 30 Leuten an Bord, u.a. unser deutscher Kurs, ein englischer Kurs und einige Taucher, die bereits zertifiziert sind und nur die Bootsfahrt gebucht hatten. Für uns alle begann die Tour mit einem Frühstücksbuffet und einem Sicherheitsvideo, falls es eine Notsituation an Bord geben sollte. Dann hat sich unser Kapitän vorgestellt und jeder von uns hat eine Sicherheitsnummer bekommen (ich war Nummer 1, yeeees!). In regelmäßigen Abständen ist der Kapitän dann zu jedem von uns gekommen und hat nach der Sicherheitsnummer gefragt, dacer so überprüfen konnte, ob wir jemanden verloren haben. Unseren ersten Stopp haben wir dann am Flynn Reef gemacht, wo wir unseren ersten Trainingstauchgang haben sollten. Ihr müsst dazu wissen, dass das Great Barrier Reef aus vielen kleineren Riffen besteht und nicht ein zusammenhängendes Riff ist. Ich war so gespannt, was mich unter Wasser erwarten würde, dass ich die Erste gewesen bin, die alles vorbereitet hatte und bereit war ins Wasser zu springen. Jedoch musste ich noch auf den Rest meines Kurses und natürlich Jasmina warten, bevor es losgehen konnte. Wir sind dann alle nacheinander ins Wasser gehüpft und zusammen abgetaucht. Dies macht man als Anfänger an einem Seil, das nicht steil sondern schräg zum Grund führt und somit das Druckausgleichen etwas einfacher macht. Der erste Blick auf den Grund hat mich schon überwältigt. Zwar war die Sicht nicht 100%ig, da wir einen ziemlich rauen Seegang hatten, aber es war einfach atemberaubend unter Wasser zu sein und atmen zu können! Man kann Korallen, Fische und jedes andere Meereslebewesen (wie zum Beispiel Schildkröten und Muscheln), das man findet aus nächster Nähe zu bestaunen ohne sich über irgendetwas Gedanken machen zu müssen. Wichtigste Regel ist beim Tauchen nur: NIEMALS Luft anhalten! Und man sollte regelmäßig den Finimeter (der anzeigt, wieviel bar Luft noch in der Sauerstoffflsche sind) und den Tauchcomputer (der die Tauchtiefe und Tauchdauer anzeigt) zu überprüfen, da man natürlich nicht unbegrenzt mit der Sauerstoffflsche tauchen kann. Je tiefer man taucht, desto mehr Luft verbraucht man und desto höher wird der Wasserdruck, sodass man bestimmte Tauchlängen in bestimmten Tiefen nicht überschreiten sollte, um Schäden an Ohren sowie Lunge zu vermeiden. Aber nun zurück zu unserem ersten Tauchgang. Mit dem Druckausgleich hatte ich nur zu Anfang etwas Probleme, aber nachdem ich den Druck "abgelassen" hatte, konnte ich beim weiteren Abstieg neuen Druckaufbau durch Schlucken und Nase zuhalten vermeiden. Als wir nach ungefähr 12m am Grund angekommen waren, hätte ich vor Freude schreien können. Was natürlich aufgrund des Mundstücks nicht so eine tolle Idee gewesen wäre, da es sonst eine leckere, salzige Mundspülung geworden wäre. Auf dem Grund haben wir dann einige Poolübungen wiederholt wie z.B. Maske abnehmen, wieder aufsetzen und Wasser "herausatmen" oder den Inflator, also das Mundstück, rausnehmen, regelmäßig ausatmen (weil wichtigste Regel: niemals Lufttanhalten!) und dann das Mundstück wieder einsetzen. Und man sollte regelmäßig den Finimeter (der anzeigt, wieviel bar Luft noch in der Sauerstoffflsche sind) und den Tauchcomputer (der die Tauchtiefe und Tauchdauer anzeigt) zu überprüfen, da man natürlich nicht unbegrenzt mit der Sauerstoffflsche tauchen kann. Je tiefer man taucht, desto mehr Luft verbraucht man und desto höher wird der Wasserdruck, sodass man bestimmte Tauchlängen in bestimmten Tiefen nicht überschreiten sollte, um Schäden an Ohren sowie Lunge zu vermeiden. Aber nun zurück zu unserem ersten Tauchgang. Mit dem Druckausgleich hatte ich nur zu Anfang etwas Probleme, aber nachdem ich den Druck "abgelassen" hatte, konnte ich beim weiteren Abstieg neuen Druckaufbau durch Schlucken und Nase zuhalten vermeiden. Als wir nach ungefähr 12m am Grund angekommen waren, hätte ich vor Freude schreien können. Was natürlich aufgrund des Mundstücks nicht so eine tolle Idee gewesen wäre, da es sonst eine leckere, salzige Mundspülung geworden wäre. Auf dem Grund haben wir dann einige Poolübungen wiederholt wie z.B. Maske abnehmen, wieder aufsetzen und Wasser "herausatmen" oder den Inflator, also das Mundstück, rausnehmen, regelmäßig ausatmen (weil wichtigste Regel: niemals Lufttanhalten!) und dann das Mundstück wieder einsetzen. Insgesamt hatten wir vier Trainingstauchgänge, bis wir uns zum Open Water Diver qualifiziert hatten und ohne Tauchlehrer tauchen gehen konnten. Bedingung ist jedoch, dass man mindestens einen Tauchpartner dabei hat und nicht tiefer als 18 Meter taucht, da man dafür einen Advanced-Kurs belegen muss, der es ermöglicht bis zu einer Tiefe von 30 Metern abzusteigen. Dieser Kurs wurde auf der Bootstour auch alternativ angeboten und ich hätte ihn auch liebend gern belegt, jedoch hat er nochmal über 100€ gekostet, was mein Budget total gesprengt hätte. Halb so schlimm, da es in Bremen einige Tauchschulen und -clubs gibt, die Weiterbildungen anbieten. Ich möchte Sporttauchen auf jeden Fall fortsetzen, da die Unterwasserwelt des Great Barrier Riffs mich total in ihren Bann gezogen hat und ich jetzt Blut geleckt habe...Fakt ist, dass Tauchen definitiv süchtig macht! Am faszinierenden war der Nachttauchgang, den wir abends im Dunkeln (natürlich mit Tauchlehrer!) unternommen haben. Ausgerüstet mit Taschenlampen und verschiedenfarbigen Leuchtstäben (die zum Knicken) sind wir in die Tiefen des Ozeans abgetaucht und haben die Tier-und Pflanzenwelt bei Dunkelheit bestaunt! Ein unvergessliches Ereignis, da wir unter anderem zwei Riesenschildkröten (Brian, der eigentlich eine weibliche Schildkröte ist und seine Freundin, die eigentlich männlich ist) an ihrem Schlafplatz besucht haben. Die Schildkröten sind etwa so groß wie eine Schultafel gewesen und waren nicht sehr begeistert als wir sie mit unseren Taschenlampen beleuchtet haben, sodass wir relativ schnell weitergetaucht sind. Auf dem Rückweg zum Boot sind wir dann noch einem Riffhai begegnet. Keine Panik, die sind nicht gefährlich, nicht besonders groß und die einzigen Haie im Great Bartier Riff, da Haie eigentlich tiefere Gewässer und kälteres Wasser bevorzugen. Aber es war trotzdem ein aufregender Moment so dicht an einem Hai vorbei zu tauchen Die beiden Nächte auf dem Boot waren nicht von besonders viel Schlaf geprägt, da es nachts relativ windig gewesen ist und das Boot wie eine Nussschale hin und her geschaukelt ist. Das witzigste war sowieso, dass ich noch nach 24 Stunden auf festem Boden, das Gefühl hatte, auf dem Boot zu sein. Das war wie in Schüben und ich bin dann immer hin und her getorkelt und mein Gehirn hat mir signalisiert, dass ich versuchen muss meine Balance zu halten. Ziemlich komisches Gefühl sag ich euch... Die Tage am Great Barrier Reef waren definitiv die beeindruckendsten meiner ganzen Australienreise! Dazu noch die vielen tollen Bekanntschaften, die ich machen konnte, die lockere Atmosphäre auf dem Boot und die absolut beste Bootsköchin der Welt! Es gab zu jeder Mahlzeit ein ganzes Buffet mit frischen Salaten, frischem Obst, Brot und Baguette und dem jeweiligen Hauptgericht. Unglaublich!!! Der Tag bestand eigentlich sowieso nur aus tauchen, essen, ausruhen, tauchen, essen, ausruhen, tauchen, essen, zusammensitzen und dann schlafen gehen. Als dann der letzte Tauchgang anstand fiel es mir ziemlich schwer zu akzeptieren, dass der Tauchtrip, auf den ich seit Februar hingefiebert hatte, nun zuende sein würde. "But don't cry because it's over. Smile because it happened." Ich möchte der ganzen Crew auf dem ProDive-Boot für diese unbezahlbaren Eindrücke und Erfahrungen danken, die ich während meines Tauchkurses sammeln konnte. Ein ganz besonders lieben Dank an Jasmina, die einfach die beste Tauchlehrerin gewesen ist, die ich mir hätte wünschen können. Und einen lieben Gruß an Julia und Daniel! Wir waren echt 'ne klasse Tauchgruppe und haben glücklicherweise alle unsere gemeinsamen Tauchgänge unbeschadet überstanden und haben niemanden unter Wasser vergessen So, das war's jetzt erstmal wieder...ich werde die Tage mal wieder auf die Tasten hauen und über mein restliches Wochenende in Cairns berichten, das ich ja zusammen mit Ulrike und Lloyd verbracht habe, die von Freitag bis Montag nach Cairns geflogen sind. Liebe Grüße, ich denke an euch! Eure Sophia Ps.: Noch 13 Tage!!!! Ich kann's kaum glauben...

20.12.12 18:54, kommentieren

Farmleben in Tamworth- Mein Treffen in "downunder" mit Jojo Friedrich

So, hier der Bericht über meine zehn Tage Farmleben in Tamworth... Wie in meinem vorletzten Blogeintrag schon erwähnt, hat Jojo mich mitten in der Nacht in Tamworth an dem Greyhound-Busstop abgeholt und von da aus war es dann ca. 1 Stunde bis zur Farm in Leconfield. Zuerst war es eine normale Hauptstraße, aber nach ca. 25 Minuten ging es dann auf eine sogenannte "dirt road", also eine unbefestigte Straße, auf der wir dann besonders vorsichtig fahren mussten, da uns jederzeit Kängurus vor's Auto hätten springen können. Als wir dann um etwa 2 Uhr nachts auf der Farm ankamen, waren natürlich alle am Schlafen. Wir beide sind dann auch gleich ins Bett und haben noch ein bisschen geschnackt, bevor wir beide im Land der Träume versunken sind. Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, da um 8 Uhr der Arbeitstag beginnt und jeder der auf der Farm lebt bzw. arbeitet seine Aufgaben vom "boss" für den Tag mitgeteilt bekommt. Der "boss" der Farm heißt Brian, ist 89 Jahre alt und einer der liebenswürdigsten Menschen, die ich jemals getroffen habe. Zwar ist er manchmal etwas vergesslich und nicht mehr der Fitteste, doch er hat noch alles fest im Griff auf seiner heißgeliebten Farm, die er alleine aufgebaut hat. Ihm gehören 6000 acre, knapp 1000 Rinder, um die 20 Pferde, ein Hund namens Trixie, eine Milchkuh, die jeden Tag acht Liter Milch gibt und mit Hand gemolken wird sowie einige Schafe. Die Farm bietet zudem auch eine Schule an in der man innerhalb von zehn Tagen zum Cowboy bzw. Cowgirl (hier in Australien wird das Jackaroo bzw. Jillaroo genannt) ausgebildet wird. In diesen zehn Tagen lebt und arbeitet man auf der Farm, erledigt alles, was je nach Bedarf ansteht z.B. Zäune reparieren oder Rinder zählen und voneinander trennen (was "mustering" genannt wird und nach alter Tradition noch mit Pferden gemacht wird). Ich hatte die Möglichkeit an einem "mustering" teilzunehmen, was bedeutete, dass ich ca. 6 Stunden auf'm Pferd saß und meine vier Buchstaben sich am Ende des Tages auch dementsprechend angefühlt haben. Wir mussten zunächst 2 1/2 Stunden bis zum "paddock", also dem Feld reiten, wo die zu zählenden Rinder waren und haben dort dann nach einer kleinen Pause, die Rinder zusammengetrieben, um sie dann aufzuteilen. Kühe durch das eine Gatter, Kälber durch ein anderes, kastrierte Rinder wiederum durch ein anderes und die Bullen in das letzte verfügbare. Danach sind wir dann 2 1/2 Stunden zurückgeritten und ich war zwischenzeitlich nicht ganz sicher, ob ich es wirklich bis zur Farm schaffe. Ich konnte einfach nicht mehr sitzen... :D An den anderen Tagen habe ich mit Jojo, die im März die Cowgirl-Ausbildung in Leconfield gemacht hat und seitdem fest auf der Farm arbeitet, und zwei weiteren Arbeitern (Mikey, der echt ein richtig cooler "Aussie" aus Brisbane ist und Carla, die aus den Niederlanden kommt) in den Feldern gearbeitet. Manchmal haben wir alle Rinder in den "paddocks" gefüttert (was so ziemlich den ganzen Tag in Anspruch nimmt, wenn man bedenkt, dass man ein Gelände von 6000 acre abfahren muss und Hunderte von Rinder versorgen muss), an anderen Tagen haben wir Unkraut vergiftet, da dieses verhindert, dass das Gras richtig wachsen kann und wiederum an anderen Tagen haben wir Bäume vergiftet, da diese verhindern, dass das Gras richtig wächst. Also es ging meist darum, irgendetwas zu vergiften und zu sprühen, damit das Gras vernünftig wachsen kann :D An einem Sonntag sind wir dann nach Tamworth gefahren, um beim "team sorting" dabei zu sein, was hier sowas wie die Attraktion am Wochenende ist. Eine Gruppe von drei Reitern (egal welchen Alters) versucht durchnummerierte Rinder in der richtigen Reihenfolge durch ein Gatter zu treiben. Ein Reiter "bewacht" sozusagen das Gate und hat die Aufgabe, jedes Rind zu verscheuchen, was noch nicht an der Reihe ist. Wenn dann die anderen beiden Reiter, das Rind mit der richtigen Nummer in Richtung Gatter getrieben haben, muss der Bewacher natürlich schnell Platz machen, damit es nicht wieder im Gewusel verschwindet. Für das Sortieren von zehn Rindern, hat die Gruppe von Reitern gerade mal zwei Minuten. Und sobald ein Rind mit der falschen Nummer durch das Gatter rennt, ist es sowieso vorbei. Das war wirklich faszinierend anzusehen, da zum Teil kleine Kinder mit großen Pferden (also wirklich große!) teilnehmen und teilweise ziemlich erfahren und total relaxt wirken...es herrschte zudem eine tolle Atmosphäre und jeder hat jeden angefeuert. Auf der Farm gab es abends immer ein Lagerfeuer draußen, wo alle (Schüler und Arbeiter) zusammengesessen haben und Spaß gehabt haben. Während meiner Zeit in Tamworth war nur eine kleine Gruppe von Schülern da (gerade mal fünf, normal sind es wohl um die zehn), die aber alle sehr nett waren. Eine war eine vegetarische Schottin, einer war ein (deutschsprechender) Holländer, eine war Hamburgerin und die anderen beiden Australier ohne Benehmen. Es ist so witzig gewesen, anscheinend ist es hier normal durch die ganze Runde zu rülpsen (also richtig zu rülpsen, nicht nur aufzustoßen!) und teilweise sogar einen ziehen zu lassen, ohne auch nur einen Kommentar dazu abzugeben. An diesen Abenden am Feuer habe ich immer ewig in den Sternenhimmel gestarrt und nach Sternschnuppen Ausschau gehalten. Ich habe einen neuen Rekord von elf Sternschnuppen in einer Nacht aufgestellt! haha! Insgesamt war die Zeit in Leconfield wirklich phänomenal...es fiel mir schon ziemlich schwer Abschied zu nehmen, da ich alle schnell ins Herz geschlossen hatte. Das einzige, was ich ganz und gar nicht vermisse, ist die Kälte. Nachts ging es teilweise bis auf 0 Grad runter und das alte Farmhaus hatte nicht gerade die beste Isolierung, was bedeutete, dass es drinnen ungefähr so kalt war wie draußen. Nicht sehr angenehm, wenn man morgens aus dem kuscheligen Bett ins eiskalte Zimmer muss. Aber gut, so ist halt das Leben. Letztendlich gehörte das auch zu dem Lebensstil, der größtenteils auf den Farmen in der Umgebung von Tamworth gelebt wird. Da gibt's nicht schickimicki hier und schickimicki da. Es ist ein schlichter, einfacher Lebensstil, der diese zehn Tage hat besonders werden lassen. Ich bin unendlich dankbar für die Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte und die Gastfreundschaft, die mir entgegen gebracht wurde. Als es dann in der Nacht vom 20.-21. Mai um 2.05 mit dem Greyhound-Bus von Tamworth wieder nach Sydney zurückgefahren bin, hatten mir der Aufenthalt auf der Farm ein Dauerlächeln auf die Lippen gezaubert. Genossen habe ich vor allem die Zeit mit Jojo und die vielen lustigen Momente, die wir gemeinsam hatten. Leider musste ich dann noch einige Zeit am Flughafen in Sydney totschlagen, was ein bisschen nervenraubend war, da ich nicht gut im Bus geschlafen hatte und ich bis zum Check-in noch ewig warten musste, sodass mir nichts anderes übrig blieb als rumzusitzen und Löcher in die Luft zu starren. Die Geschäfte zum Durchschlendern sind leider Gottes alle NACH dem Check-in. Lloyd hat mich dann kurz nach der Landung am Melbourner Flughafen abgeholt und zusammen sind wir dann nach Joel Joel zurückgedüst, wo ich dann todmüde nur noch ins Bett geplumpst bin. Das war's erstmal von mir, aber ihr könnt euch schon mal mental auf meinen Bericht über den Trip nach Cairns vorbereiten Bis bald (noch 19 Tage! -> die Vorfreude steigt!!!) Eure Sophia

3 Kommentare 14.6.13 07:20, kommentieren

Reise nach Cairns :)

Eigentlich wollte ich erst über meinen Aufenthalt in Tamworth berichten, aber nun steht schon mein Flug nach Cairns bevor. Heute Abend um 18.15 Uhr nach australischer Zeit startet der Flieger und wird mich in dreieinhalb Stunden an die Ostküste Australiens bringen, wo momentan noch angenehme 27° Grad herrschen. Morgen beginnt dann mein fünftägiger Scuba-Tauchkurs, der am Samstag mit einem Tauchzertifikat abgeschlossen wird, sodass ich dann auf eigene Faust tauchen gehen kann! Ich bin wirklich aufgeregt, wie das so werden wird! Zunächst wird zwei Tage (Dienstag + Mittwoch) im Pool geübt und Theorie gelernt, bevor wir dann am Donnerstag mit dem Boot ins Great Barrier Riff ablegen. Bis Samstag bleiben wir auf dem Boot und werden dort schlafen, essen und natürlich tauchen. Von Lloyds Grundschule habe ich ein wenig Geld dafür bekommen, dass ich bisher fünf Monate ausgeholfen habe und somit hatte ich noch genug übrig, um mir noch eine Unterwasserkamera anzulegen mit der ich versuche ein paar schöne Schnappschüsse für euch zu machen Am Wochenende kommen auch Ulrike und Lloyd nachgeflogen, sodass wir noch ein paar Tage gemeinsam die Umgebung von Cairns erkunden können. Am Sonntag haben wir ein Auto gemietet und werden in den Regenwald fahren, der nur etwa 110 km von Cairns entfernt liegt. Den Montag geht's dann schon wieder zurück, da die Arbeit für die beiden ruft. Aber ich bin sicher, dass es eine unglaublich tolle Woche mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen werden wird (und hoffentlich ein bisschen Sonne, hier in Victoria wird's so langsam aber sicher winterlich!). Ich werde euch nach dieser Reise berichten, was ich so alles erlebt habe. Und dann steht ja auch noch der Bericht von meinem Besuch bei Jojo Friedrich in Tamworth an! Versprochen Liebe Grüße, ich hab euch lieb! Eure Sophia

1 Kommentar 3.6.13 05:01, kommentieren

Sydney! :)

Hallo everyone Ich bin gestern gut, aber total übermüdet, in Melbourne gelandet und wurde von Lloyd am Flughafen eingesammelt. Die zwei Wochen, die ich in Sydney und bei Jojo auf der Farm in Leconfield verbracht habe, sind wie im Fluge verflogen und ich kann es noch gar nicht glauben, dass es jetzt nur noch 42 Tage bis zu meinem Rückflug nach Deutschland ist...der Countdown läuft Aber nun zu meiner Reise: Los ging es am 10. Mai mit dem Bus aus Ballarat (eine Stadt, die eine Stunde von uns entfernt liegt), der mich dann zum Flughafen nach Melbourne gebracht hat. Wir mussten morgens um viertel vor sechs in Joel Joel starten, da der Bus um kurz nach sieben in Ballarat gestartet ist. Es endete dann damit, dass wir um 7:10 in letzter Sekunde ankamen und ich die letzte war, die in den Bus gestiegen ist. Das war definitiv schon zu viel Stress für mich an einem Morgen. Aber der Rest des Tages verlief reibungslos, sodass ich mittags um 14:00 Uhr mit meiner Sydney-Erkundungstour starten konnte. Zunächst bin ich mit dem Zug vom Flughafen ins Stadtinnere gefahren und habe mein Gepäck ins Hotel gebracht. Ich hatte ein Doppelzimmer und war begeistert! Viel Platz, top Zustand und total sauber. Nach diesem Moment der Freude begann ich dann mit einem Lächeln Sydney zu erkunden. Gut ausgerüstet mit Reiseführer, Stadtkarten und Kamera habe ich dann zunächst dem botanischen Garten einen Besuch abgestattet, bevor ich dann zu den Sydney-Attraktionen schlechthin gelangte: Sydney Opera House und Sydney Harbour Bridge. Es war ein tolles Gefühl in der Sonne neben dem Opera House zu stehen und über das Wasser zur Harbour Bridge hinüber zu schauen. Auch wenn ich mir jemanden gewünscht hätte mit dem ich Sydney hätte erkunden können, war es wie ein Traum, der in Erfüllung geht. Weiter ging es dann im Hafen von Sydney, der so viel zu bieten hat. Das älteste Stadtviertel dort wird "The Rocks" genannt und in der Vergangenheit ein sehr zwielichtiger Ort gewesen ist, der von rauen Seefahrern in dunklen Pubs und viel Alkohol gekennzeichnet wurde. Heute wird dieses von schicken Restaurants, Bars und Shops gesäumt, aber hat die kleinen Gassen und alten Gebäude beibehalten. Als dann die Sonne zum späten Nachmittag hin langsam unterging, bin ich Richtung Harbour Bridge gelaufen und die Skyline von Sydney in der Dämmerung bestaunt. Jedoch wurde mir irgendwann kalt und ich beschloss, mich auf den Weg zurück ins Stadtinnere zu machen, um mir was zu essen zu kaufen und zurück zum Hotel zu gehen, da der nächste Tag wieder früh starten würde. Ich habe dann noch ein bisschen im Bett Fernsehen geguckt, bevor ich dann eingenickt bin und im Land der Träume versunken bin. Am nächsten Tag stand eine Tagestour mit dem Bus in die "Blue Mountains" an, die ca. 2 Stunden von Sydney entfernt liegen. Das Besondere dort ist, dass man oft einen bläulichen Dunst zwischen den Bergen hängen hat (deshalb "Blue Mountains" ) und es eine berühmte Felsformation mit dem Namen "Three Sisters" gibt, die eine sehr besondere Bedeutung für die Aborigines in dieser Region hat. Ich hatte dort auch die Möglichkeit in ein Aborigine-Kulturzentrum zu gehen und echte Aborigines zu treffen, die getanzt und gesungen haben, uns ihre verschiedenen Jagdwaffen präsentiert haben und die Leute, die Lust hatten sogar mit in ihre Aufführung eingebunden haben. Die Männer waren Kängurus und haben sich wie ein Känguru zur Musim bewegt und wir Frauen waren Emus und haben uns demetsprechend bewegt. Das war wirklich eine einmalige Erfahrung! Danach ging es dann in einen kleinen Ort namens Leura, wo wir Zeit hatten etwas zu essen und ein bisschen durch die Läden zu schlendern. Als letztes stand dann ein Besuch in einem "Wildlife Park" an, wo man Kängurus mit der Hand füttern, Koalas streicheln und alle möglichen anderen australischen Tiere (wie z.B. Wombats, Riesenfledermäuse, den Tasmanischen Teufel, Dingos, Adler, Papageien und viele, viele andere Vogelarten, Emus, Pinguine, Krokodile, Echidnas, Eulen sowie alle möglichen Reptilienarten von Schlangen bis hin zu Echsen) bestaunen konnte. Die Tiere in diesem Park wurden alle verletzt gefunden und es ist das Ziel sie eigentlich wieder in die Wildnis zu entlassen, aber die Tiere, die nicht wieder rehabilitiert werden können, bleiben in dem Wildlife Park. Zurück haben wir noch einen kleinen Umweg über den Sydney Olympia Park eingeschlagen, der für die Olympischen Spiele im Jahr 2000 errichtet wurde, bevor wir dann mit der Fähre ins Stadtinnere zurückgedüst sind. Es war unglaublich, Sydney und seine Attraktionen vom Wasser aus zu sehen und all die sich im Wasser spiegelnden Lichter machen es irgendwie unwirklich. Manchmal war ich mir wirklich nicht sicher, ob das alles real ist, was ich gerade erlebe. Als wir dann im Stadtinneren am "Cirqular Quay" (einem Hafen, direkt im Herzen Sydneys) angelegt sind, habe ich beschlossen den Abend mit Shopping zu verbringen. Also nicht wirklich Shopping, weil ich kein Platz für viel mehr Gepäck hatte, sondern eher bummeln durch die Geschäfte. Donnerstags ist auch immer lange Shoppingnight, was bedeutet, dass natürlich alle unterwegs sind. Aber gerade das hat es noch interessanter gemacht, da ich Sydney so wie einen Ameisenhaufen kennengelernt habe. Überall sind wuselnde Leute, manche am Rennen, manche etwas entspannter. Gerade morgens ist es extrem, wenn du hetzende Leute mit Kaffeebechern neben dir hast, die schon gestresst sind, bevor der Arbeitstag überhaupt begonnen hat. Naja, auf jeden Fall bin ich dann durch die Geschäfte geschlendert und habe in einem Laden dann das Highlight des Tages erlebt...ich war gerade dabei ein paar Klamotten anzugucken, als ich von einem jüngeren Mann gefragt wurde, ob ich irgendwas Bestimmtes suchen würde. Ich habe dann geantwortet, dass ich nur bisschen rumgucke und nichts Spezielles suche. Er muss meinen Akzent erkannt haben und fragte mich daraufhin, wo ich herkommen würde. Ich meinte daraufhin "I'm from Germany." und auf einmal fing er an zu grinsen und meinte: "Ich auch." Es stellte sich dann heraus, dass er aus Schwachhausen kommt und wir sozusagen fast Nachbarn sind. Wir haben uns dann noch ein bisschen unterhalten und er hat mich dann überzeugt etwas zu kaufen. Witzigerweise sind wir jetzt Facebook-Freunde, weil er meine Unterschrift auf dem Kassenbon gelesen hat und mich so dann bei Facebook suchen konnte... :D Am nächsten Tag (also Freitag) hatte ich noch fast den ganzen Tag, bevor ich den Bus nach Tamworth nehmen musste. Ich habe mein Zimmer geräumt, mein Gepäck im Hotel gelassen und bin dann durch die verschiedenen Stadtviertel Sydneys (u.a. Darling Harbour, Chinatown und Pyrmont) gelaufen und noch ein wenig von Sydneys besonderer Atmosphäre aufgesogen. Leider (ich hab fast geheult!) ist meine SD-Karte mit all meinen Bildern aus mir unerklärlichem Grund kaputtgegangen. Von einen auf den den anderen Moment konnte meine Kamera nicht mehr auf die Speicherkarte zugreifen und ich habe eine gefühlte Ewigkeit versucht, die Karte sauber zu machen, den Staub aus dem Schlitz zu pusten, wo die Karte reingehört und bin dann (nachdem sich nichts geändert hat) niedergeschlagen in ein Kamerageschäft gegangen, die jedoch auch nichts ändern konnten. Mir wurde empfohlen die Karte zu Experten zu schicken und darauf zu hoffen, dass diese die Daten auf der Karte wiederherstellen können. Die Chancen sind wohl ganz gut, aber es gibt keine Garantie dafür, dass sie es schaffen. Also es heißt Daumendrücken! Momentan habe ich nur die Bilder, die ich mit meinem Handy gemacht habe und das sind wenn's hochkommt um die 20...wenn überhaupt. Aber egal, die Australier würden jetzt sagen "Such is life." (also so nach dem Motto: "So ist das Leben.") oder "Shit happens." ("Scheiße passiert." :D ) Aber zurück zu Sydney. Meine Füße waren am Glühen, deshalb habe ich mich für 'ne Stunde in 'nen Park auf eine Wiese gesetzt und relaxt. Danach habe ich dann mein Gepäck aus dem Hotel abgeholt und bin zum Busbahnhof, wo ich um 17:30 Uhr den Bus Richtung Brisbane genommen habe, der mich dann um 00:45 Uhr in Tamworth ausgesetzt hat, wo ich dann von Jojo Friedrich abgeholt wurde. Aber über die Zeit in Tamworth oder eher gesagt in Leconfield, das ca. eine Autostunde von Tamworth entfernt liegt, berichte ich euch in meinem nächsten Eintrag. Aber so viel verrate ich schon mal...es war eine unglaublich geile Zeit! Ich habe lange nicht mehr so viel Spaß gehabt wie in Leconfield auf der Farm und habe viele neue Erfahrungen sammlen und Bekanntschaften machen können. Italienische, schottische, norwegische, holländische, deutsche, australische...aber dazu später mehr Ich hoffe, dass ich euch Sydney ein wenig näher bringen konnte und euch der Bericht gefällt Nur einen Tipp gebe ich euch noch. Wenn ihr Sydney besuchen solltet, dann plant auf jeden Fall mehr als zwei Tage ein! Es gibt dort so viel zu sehen, man könnte locker einen Woche dort verbringen... Viele liebe (jedoch schon fast winterliche ) Grüße ins hoffentlich sommerliche Deutschland und bis bald, eure Sophia

2 Kommentare 22.5.13 02:29, kommentieren

Es wird mal wieder Zeit...

...für einen neuen Blogeintrag! So, hier bin ich mal wieder. Hat zwar ein bisschen gedauert, aber heute habe ich beschlossen mir mal wieder ein bisschen Zeit für einen neuen Blogeintrag zu nehmen. Zuerst einmal muss ich eines loswerden...Ich werde morgen für gut zwei Wochen nach Sydney bzw. Tamworth fliegen. Erstmal werde ich für zwei 1/2 Tage Sydney und Umgebung sicher machen, bevor es dann weiter zum sieben Stunden entfernten Tamworth geht. Der Grund weshalb es mich nach Tamworth verschlägt ist, dass Johanna Friedrich (für die, die Johanna nicht kennen: wir spielen normalerweise, wenn wir uns nicht gerade in Australien rumtreiben, in Scharmbeckstotel zusammen Fußball) dort momentan auf einer Farm arbeitet und wir beschlossen haben, dass es ziemlich cool wäre, wenn wir uns in "downunder" treffen könnten. Jetzt steigt so langsam die Aufregung, da ich erstmal alleine in Sydney unterwegs bin...aber es wird schon alles gut gehen, immerhin habe ich den ganzen Weg von Deutschland nach Australien auch mehr oder weniger heile überstanden Ansonsten rennt die Zeit bis zum Rückflug im Juli! Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich jetzt schon über vier Monate hier unten bin. Auch wenn es Momente gab, wo es mir vorkam, als würde die Zeit überhaupt nicht vergehen, ist es letztendlich doch wie im Fluge vergangen. Im Juni geht es dann auch noch für eine Woche nach Cairns in Queensland, wo ich im Great Barrier Reef einen fünftägigen Tauchkurs absolvieren werde. Aber dazu später mehr Was kann ich euch noch Interessantes berichten? Fußball läuft nicht so bombe hier unten, bisher haben wir alle Saisonspiele verloren...das erste mit 12:0, das zweite mit 6:1 und das letzte, wo ich leider krankheitsbedingt aussetzen musste mit 8:0. Ist schon etwas deprimierend, aber die Liga ist einfach zu gut für das Team. Einige haben vor dieser Saison noch nie Fußball gespielt und die ganze Mannschaft hat sich noch nicht gefunden. Was nicht heißen soll, dass es keinen Spaß macht! Die meisten aus der Mannschaft sind total nett und können auch nach einer hohen Niederlage noch positiv denken (würde ich übrigens auch gerne können). Letzte Saison ist das Team Vorletzter geworden und irgendwie trotzdem aufgestiegen...warum auch immer. Ich denke, dass es das Beste wäre wieder eine Liga runterzugehen und die neuen Spielerinnen zunächst langsam heranzuführen. Naja, ich hoffe, dass wir wenigstens ein Erfolgserlebnis haben, bevor ich zurück nach Hause fliege. Im Moment haben wir auf der Farm 25 kleine Lämmer rumtoben Wobei die meisten Lämmer jetzt schon gar nicht mehr so klein sind...bei einem Schaf habe ich sogar die ganze Geburt miterlebt, was nicht gerade appetitlich war. Ich denke, dass ich jetzt nicht in die Details gehe. War aber ein interessantes Erlebnis und die ersten Minuten zwischen Mutter und Lamm sind die wichtigsten, da sich die Lämmer die Stimme ihrer Mutter einprägen müssen und die Mutter das Geböke ihres Lammes. Außerdem wird das Lamm von der Mutter von oben bis unten abgeleckt, was ein sehr intimer Moment für die beiden ist. Wenn man da dazwischenfunkt kann es dazu führen, dass die Mutter ihr Lamm nicht akzeptiert und es abstößt. Sehr zum Leidwesen von Ulrike, die die Kleinen dann mit der Flasche aufziehen muss. Dieses Jahr haben wir nur einen, der aus irgendeinem Grund nicht akzeptiert wurde und nun die Flasche kriegt. Ich durfte auch schon mal füttern Mein Englisch wird auch von Woche zu Woche besser. Ich habe keine Probleme mehr dabei, Gesprächen zu folgen oder Leute zu verstehen. Und auch wenn ich spreche habe ich kaum noch Schwierigkeiten. Zu Anfang habe ich immer alles, was ich gefragt wurde, in meinem Kopf ins Deutsche übersetzt und dann meine deutsche Antwort ins Englische, bevor ich dann mal meinen Mund aufgemacht habe. Jetzt übersetze ich nicht mehr im Kopf und denke sozusagen "automatisch" Englisch. Ich hoffe, dass dieses halbe Jahr, in dem ich täglich mit Englisch konfrontiert werde, mir viel in der Oberstufe für meinen Englisch-Leistungskurs bringen wird... So, die Mittagspause ist jetzt vorbei und Unterricht beginnt...ich denke ich sollte mich jetzt mal als nützlich erweisen und Lloyd ein bisschen helfen Liebe Grüße, ich vermisse euch alle! Eure Sophia Ps.: Ich mache keine Versprechungen, wann der nächste Blogeintrag kommt, aber ich werde mich bemühen, dass er nicht wieder so ewig auf sich warten lässt!

1 Kommentar 7.5.13 06:08, kommentieren