Wissenswertes :)

So, ich bin's mal wieder Das koennte vorerst der letzte Blogeintrag bis Februar sein, da wir ein kleines Problem mit dem Internet haben. Wir haben 4GB pro Monat frei und wuerden fdamit auch locker auskommen, wenn nicht mein Blog fuer jeden Eintrag den ich bisher geschriben habe 1GB verbraucht. Deshalb sitze ich jetzt in der Schule, wo Lloyd Schulleiter ist und blogge von hier aus. Der Haken an der Sache ist nur, dass die Schule nicht um die Ecke ist und wir ueber eine Dreiviertelstunde hierher fahren muessen...keine Ahnung, ob wir das in den naechsten beiden Wochen nochmal machen oder nicht! Wenn nicht, dann wisst ihr wenigstens, woran es liegt! Die naechsten Blogeintraege werde ich auf jeden Fall immer von hier ins Netz stellen, da wir sonst in Joel Joel kein Internet mehr fuer andere Sachen uebrig haben...

In diesem Blogeintrag wollte ich euch mal ein bisschen was ueber die Umgebung hier berichten
Stawell (der Ort, der in naechster Umgebung zu uns liegt) haengt sehr stark von den Goldressourcen in der Umgebung ab. Fuer lange Zeit lebten hier viele, viele Minenarbeiter und auch heute noch wird nach Gold gegraben. Doch das Gold ist zu grossen Teilen schon ausgeschoepft und so langsam waechst hier die Angst, dass viele Minenarbeiter ihre Arbeit verlieren und daraufhin Stawell verlassen. Ich habe die Mine einmal vom Zaun gesehen und die Fahrzeuge, die in die Erde fahren, um das Gestein herauszuholen. Draussen wird das Gold dann "geschuerft", sozusagen heraus gewaschen. Nicht allzu weit entfernt von Stawell, in einem Ort durch den wir gefahren sind, als wir vom Flughafen in Melbourne nach Joel Joel gefahren sind, gab es das groesste Goldvorkommen der Welt! Heute kann man in dem Ort noch immer Huetten von den ehemaligen Arbeitern sehen, die zum Teil aber schon renoviert und restauriert wurden. In Ballarat gibt es ein Museum, das ueber die Geschichte des Goldes hier in unmittelbarer Umgebung berichtet und an die chinesischen Minenarbeiter gedenken soll. Glaube ich zumindest, vielleicht bringe ich das auch gerade durcheinander...kann sein, dass dieses Andenken an die chinesischen Minenarbeiter ein anderes Gebaeude war. Das werde ich genauer berichten, wenn wir dort gewesen sind.
Auf jeden Fall werden wir auch nochmal Gold schuerfen, vielleicht finde ich ja einen grossen Barren Gold und bin reich bis ans Lebensende! Spass beiseite, es ist tatsaechlich so, dass man noch Gold hier finden kann. Meist klitzekleine Goldpartikel in Steinen, aber wenn man die richtige Ausruestung hat (Metalldetektor), dann ist es durchaus moeglich auch groessere Brocken zu finden. Es gibt hier Leute, die damit tatsaechlich reich gewordem sind. Leider kostet so ein Detektor um die 2500 Dollar oder mehr...ich werde wohl ein wenig laenger schuerfen muessen, um einen grossen Brocken zusammen zu haben :P

Interessant ist auch noch, dass direkt am Haus in Joel Joel die Aborigines gelebt haben. Der Ort hat einen Dopplenamen und das deutet immer daraufhin, dass in dieser Region die Aborigines gelebt haben. Ausserdem gibt es ganz in der Naehe einen "scarred tree", aus dem die Einheimischen einen grossen Teil Baumrinde herausgeholt haben, um daraus etwas zu bauen. Fuer ein Kanu ist das fehlende Stueck Rinde zu klein, aber es koennte eine Art Trage fuer den Transport von irgendetwas sein. Lloyd hat zudem auch einen Stein gefunden, in dem eine Kuhle zum Zermalmen von Koernern oder so vorhanden ist...dieser stammt auch von den Aborigines! 
Es gibt in Halls Gap ein Touristikzentrum, in dem hauptsaechlich ueber die Aborigines und deren Kultur berichtet wird. Wie sie sich als Teil der Natur sehen, wie die Weissen kamen und gemordet wurde und wie sie seit ueber 40.000 Jahren in Australien alle Naturphaenomene ueberdauert haben und sich immer wieder an die wechselnden Umweltbedingungen angepasst haben. Leider war alles auf Englisch und ich konnte nicht jeden Text verstehen, aber es ist schon ein wirklich interessantes Thema...

So, das war's erstmal...wir muessen los

Bis bald mal wieder, ich schick euch in bisschen Sonne rueber

5 Kommentare 15.1.13 03:25, kommentieren

Die ersten Tage :)

How are you doing?- die meist benutzte Begrüßung hier. „Good, thanks“, antwortest du, wenn du freundlich gestimmt bist, manche antworten auch gar nicht. Oder wissen nicht, was sie antworten sollen, so wie ich :D Jetzt habe ich mich informiert, wie ich am besten reagieren sollte und kann auch etwas freundlicher auftreten… Naja, jetzt zu den neuesten News: Vom Feuer sind wir noch verschont geblieben, jedoch ist es momentan kritisch. Am schlimmsten ist New South Wales betroffen, der Bundesstaat neben uns. Hier in Victoria sind die meisten Feuer unter Kontrolle, jedoch ist heute noch einmal ein sehr extrem heißer Tag mit viel Wind, sodass die Brandgefahr auf dem absoluten Hochpunkt ist. Heute Nacht soll es abkühlen, da ein Zyklon die Westküste trifft und Kaltluft mit sich bringt! Also es heißt „fingers crossed“ (= Daumen drücken), dass bis dahin alles im grünen Bereich bleibt. Ansonsten genieße ich die Zeit hier unten in allen Zügen! Wir waren, wie ich ja schon in meinem ersten Eintrag angekündigt habe, in Halls Gap, einem Ort im Grampians National Park. Dort habe ich, Trommelwirbel!!!, meine ersten Kängurus gesehen! Normalerweise sind Kängurus sehr scheu, doch dort kann man sich ihnen bis auf wenige Meter nähern, weil sie sich an die Menschen gewöhnt haben. Da es zur Mittagshitze war, lagen sie alle im Schatten und haben „siesta“ gehalten Nur eines war wohl nicht so begeistert, dass ich mit meinem Fotoapparat immer näher kam und fing an mit seinen Füßen zu schaben -> schlechtes Zeichen! Ulrike und Lloyd haben mich sofort zurückgepfiffen und aufgeklärt, sodass ich jetzt ein wenig schlauer bin. Nicht zu nahe kommen, auch Kängurus können wie Pferde mit ihren Beinen austreten und dir einen üblen Tritt verpassen. Die Grampians sind wirklich wunderschön, jedoch im Moment sehr, sehr trocken und die Pflanzen mehr leiden, als alles andere. Aufgrund der Hitze brauchten wir nach unserem kurzen Spaziergang erstmal eine Abkühlung…und haben das leckerste Eis geschleckt, was ich jemals gegessen habe! Mit Oreo-Keks-Stückchen, einfach superlecker! Auf dem Rückweg habe ich dann die ersten wilden Kängurus und Wallabies entdeckt, die daraufhin aber in riesigen Sprüngen in die Paddocks, die Felder hier, geflohen sind. Sonntag war dann Haushaltstag und ich habe (das erste Mal in meinem Leben!) mit einem Rasenmähertraktor die trockenen Gräser niedergemetzelt! Danach sah ich aus wie Schwein, eingestaubt und verdreckt und hatte meine erste kleine Sonnenrötung. Aber halb so schlimm, ich creme mich ja immer brav ein Die nächste große Tour stand dann am Dienstag an! Um kurz nach acht am Morgen haben wir die Pferde gesattelt und sind in Richtung Küste gedüst! GREAT OCEAN ROAD! Ich schwöre euch, ich habe noch niemals in meinem Leben eine so schöne Szenerie gesehen wie dort. Die Straße verläuft etwa 300 km an der Küste, von Torqay (95 km von südwestlich von Melbourne) bis Warrnambool, wobei wir aber nicht von ganz unten gestartet sind. Doch die Kilometer ab Lorne, die wir auf der Great Ocean Road am Meer zurückgelegt haben, waren ein Traum! Der Ozean war blaugrün, die Sonne strahlte, es war einfach perfekt! Als wir dann an einem kleinen Strand hielten, wo sich kaum Leute aufhielten, war ich der zufriedenste Mensch der Welt! Der Sand war in der Mittagssonne schneeweiß und das Wasser wunderbar erfrischend…am liebsten wäre ich dort ins Wasser gesprungen, aber wir hatten nicht so viel Zeit, da wir noch einige Kilometer fahren mussten und sonst unter Zeitdruck geraten wären. Also hieß es: Rein ins Auto und weiter zur nächsten Attraktion! Diese bestand aus freilebenden Koalas! So witzig, wie die in den Bäumen hängen und pennen! Deren Leben besteht aus Essen-Schlafen-Essen-Schlafen-Neuen Eykaluptusbaum suchen-Essen-Schlafen… und so weiter. So unglaublich süß, wenn sie in irgendeiner Astgabelung hocken und dösen Auf unserem weiteren Weg haben wir noch Halt am Rainforest, gelegen im Great Otways National Park, gemacht und riesige Eykalyptusbäume sowie Farne bestaunt. Alles war grün! Es hat sogar angefangen zu regnen und die Temperatur lag nur noch bei 15 Grad, brrr! Es regnete ziemlich heftig und erst als wir bei den „Zwölf Aposteln“, einer faszinierenden und unbeschreiblich schönen Steinformation im Ozean ankamen, hörte der Regen auf und es lockerte ein wenig auf. Wir waren an unserem letzten Ziel für diesen Tag angekommen und es war ein perfekter Abschluss! Auf dem langen Nachhauseweg bin ich dann im Auto eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als wir schon in Ararat waren, um dort in einem Fish&Chips-Restaurant etwas zum Abendessen zu kaufen. Ich habe einen superleckeren Butterfisch gegessen, der einfach super geschmeckt hat und einen atemberaubenden Tag abgerundet hat Abends bin ich nur noch tot ins Bett gefallen und habe alles noch einmal im Kopf Revue passieren lassen… Donnerstag waren Lloyd und ich Kajak fahren, da es ein perfekter Tag für’s Paddeln war…die Sonne schien und es wehte kaum Wind. Also fuhren wir nach Horsham, das eine Autostunde von uns entfernt liegt, um unsere Kajaks ins Wasser zu lassen. Da Lloyd nur Englisch spricht hatte ich zunächst Befürchtungen, dass ich nicht verstehen würde, wie ich paddeln und mich im Kajak verhalten muss, da ich bisher nur im Kanu gesessen hatte und mich noch niemals mit Kajaks und deren Benutzung auseinander gesetzt hatte. Aber erstaunlicherweise habe ich fast alles verstanden, was Lloyd mir erzählt und erklärt hat und konnte ihm sogar (mehr oder weniger richtig, keine Ahnung :D) antworten. Ulrike musste an diesem Tag arbeiten, somit haben Lloyd und ich alleine den Nachmittag mit Paddeln verbracht. Die Kajaktour endete darin, dass ich einmal das Gleichgewicht verloren habe, somit im Wasser gelandet bin und eine kleine Ganzkörperdusche nehmen durfte, aber sonst die sechs Kilometer sicher gepaddelt bin! Lloyd hat mich gelobt und meinte, dass ich mich sehr gut geschlagen habe, hehe. Abends haben wir dann gemeinsam das „barbie“ (=australische Abkürzung für Barbecue) vorbereitet und auf Ulrike gewartet. Danach war ich dann aber mal wieder ziemlich erschlagen und hatte leichte Schmerzen in der Schulter (fragt sich nur warum?), sodass ich fast vor dem Fernseher eingepennt bin. Dazu kam, dass ich hier morgens das erste Mal joggen war und mich voll auf die Schnauze gelegt habe, als ich mich erschrocken umdrehte, da ein Kakadu extrem laut neben mir gekrächzt hat. Die Baumwurzel vor mir habe ich dementsprechend mit Haut und Knochen gespürt, als ich mich dann einmal komplett lang gemacht habe. Naja, jetzt habe ich kaputte Knie, aber daran bin ich ja schon gewöhnt… :P So, das war’s erstmal von Sophia „downunder“ Ich hoffe es geht euch im kalten Deutschland gut und ihr leidet nicht allzu stark an Winterdepression! Viele sonnige Grüße aus (dem viel zu heißen!) Australien, ich vermisse euch! „Hooroo“ (=tschüss)

5 Kommentare 11.1.13 07:51, kommentieren

Flug und Ankunft

So mein erster Eintrag nach einem Tag hier unten, "down under"... Der Flug am 2. Januar um 14.20 Uhr von Bremen bis Frankfurt war nichts zu dem, was mich danach erwartete. Am Bremer Flughafen wurde ich von einigen verabschiedet, was wesentlich einfacher für mich war, als ich gedacht hätte. Bis jetzt ist noch kein bisschen Heimweh aufgekommen, toi toi toi In Frankfurt angekommen, wurde ich von einer Cousine meines Vaters in Empfang genommen und habe bei ihr und ihrer Familie die Zeit bis zum Abflug meiner Maschine nach Singapur abends um 22.15 Uhr verbracht. Das war wirklich super, denn so konnte ich mich noch etwas beschäftigen und konnte mich nicht allzu kirre machen Als es dann abends losging, war ich schon einmal froh, dass ich meinen reservierten Fensterplatz wirklich bekommen hab. zunächst habe ich dann die vielen Briefe und Abschiedskarten gelesen und musste bei jeder lächeln, wie süß und liebevoll diese gestaltet waren. Der Flug verlief ohne größere Vorkommnisse und neben mir in der Reihe saßen zwei junge, erwachsene Frauen, die auch auf dem Weg nach Australien waren. Zwar Richtung Sydney und nicht wie ich nach Melbourne, aber trotzdem konnten wir uns ein wenig austauschen. Die zwölfeinhalb Stunden im Flieger vergingen wie im Fluge, da ich zum Glück auch ein paar Stunden verschlafen habe. Eine der beiden Frauen hatte in Singapur noch einen mehrtägigen Aufenthalt bis sie weiterfliegt, doch die andere musste auch nach der Ankunft in Singapur warten bis es für sie weiterging. Das war echt super, denn so haben wir die Zeit dort noch gemeinsam verbracht und ein bisschen Singapurluft geschnappt, die nicht wirklich empfehlenswert ist Ich habe mir dort noch ein Wasser gekauft und darf mich jetzt als stolzer Besitzer von singapurischen Dollars schätzen Ich habe mich dann nach dem Abflug der anderen Frau vor mein Gate gesetzt und dort noch ein wenig das kostenlose WLAN mit meinem iPhone ausgenutzt...bevor es dann in den A380 ging, der mich ans ersehnte Ziel bringen sollte. Im Flieger (ich hatte wieder meinen reservierten Fensterplatz!) saßen dann leider zwei englischsprachige Leute nehmen mir, die ich nicht wirklich verstehen konnte. Das war dann etwas peinlich, weil ich die beiden immer angeguckt habe und dachte: "Sch****, was sagst du jetzt?" Ich habe dann nur mitbekommen, dass die eine aus London kommt und der Mann neben mir aus Schweden, aber der sprach auf jeden Fall perfekt Englisch. Ich habe mich dann mit drei Filmen zugedröhnt und nicht zur Seite geguckt, sofern das möglich war, und habe auch versucht zu schlafen, aber das war nicht so von Erfolg gekrönt Die siebeneinhalb Stunden bis Melbourne kamen mir länger vor, als der Flug von Frankfurt nach Singapur und ich war überglücklich als der Landeanflug gestartet wurde. Als ich in Melbourne, Bundesstaat Victoria, gelandet war und das Flugzeug endlich (!) verlassen konnte, kam ich mir echt miefend und eklig vor. Ich konnte zwar im Flugzeug Zähneputzen und mich etwas frisch machen, aber ich wollte nur noch aus meinen Klamotten raus. Doch zunächst musste ich durch die Passkontrolle und einen ausgefüllten Zettel mit Angaben darüber abgeben, ob ich kriminelle Absichten, Tuberkulose, illegale Drogen + Medikamente, Alkohol, Lebensmittel in jeglicher Form, Holz + pflanzliche Materialien und was weiß ich für absurde Sachen dabei hätte...außerdem musste ich angeben, was ich in Australien vorhabe, wo oder bei wem ich wohne, wie ich erreichbar bin, wie lange ich bleibe... Mit meinem Koffer (den ich seit Bremen nicht mehr gesehen hatte, weil der bei jedem Aufenthalt direkt verfrachtet wurde!) bin ich dann erschöpft, aber hauptsächlich überglücklich unter dem "exit"-Schild in die Ankunftshalle...und hab mich erschrocken! Da standen so viele Leute, dass ich nicht wusste, wie ich Ulrike und Lloyd, zwei Freunde meiner Mutter, finden sollte. Also bin ich durch die Menschenmasse geirrt und letztendlich an einem Münztelefon stehen geblieben, von dem aus ich meine Mutter angerufen habe. Am liebsten hätte ich geheult, ich konnte nicht mehr..Mama hat mir dann die Handynummer von Ulrike gegeben und ich habe diese dann auch gleich nachdem ich mit Mama zuende telefoniert hatte, angerufen. Jedoch war es blöderweise nicht möglich, diese Nummer anzurufen, sodass ich es noch ein zweites und drittes Mal versuchte, doch jedes Mal vergeblich. Den Tränen noch näher als vorher, bin ich wieder durch die Menschenmasse bis ich Lloyd auf der anderen Seite des Ausgangs entdeckte!! Da vielen dann erstmal tausend Steine von meinem Herzen Zusammen sind wir dann zu Ulrike, die sich direkt in der Mitte des Ausgangs platziert hatte, aber mich nicht gesehen haben konnte, weil ich aus der anderen Richtung kam. Als wir uns dann begrüßt hatten und zusammen zum Auto gingen, fiel mir ein, dass wir uns noch einmal bei meiner Mama melden sollten, da sie bestimmt auf Kohlen saß, seitdem ich sie angerufen hatte. Ulrike, die selber aus Deutschland kommt und vor drei Jahren nach Australien ausgewandert ist, hat dann mit ihrem Handy angerufen und eben Bescheid gesagt, dass wir uns jetzt gefunden hatten. Als dann auch sie beruhigt war, konnte ich endlich auch mit dem Kopf richtig ankommen. Auch wenn ich noch nicht realisieren konnte (ich hab's immer noch nicht!), dass ich wirklich am anderen Ende der Welt angekommen bin. Mit dem Auto mussten wir dann bei knapp 40° Grad über zweieinhalb Stunden (ca. 250) bis nach Joel Joel (gesprochen Joe Joe) ins Landesinnere fahren, wo die beiden wohnen. Der nächste Supermarkt ist 21 Kilometer entfernt und in Sichtweite ist genau ein Nachbar! Das witzigste ist, dass man hier ALDI Süd findet, auch wenn es dort ein ganz anderes Angebot, als bei uns gibt. Es ist wunderschön hier, auch wenn im Moment alles sehr vertrocknet ist und akute Brandgefahr herrscht..die Landschaft ist zwar über hunderte von Kilometern sehr ähnlich, doch trotzdem wird es nicht langweilig aus dem Fenster zu gucken und dabei zu denken: "Sechs wundervolle Monate voll neuer Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücken warten auf mich!" Dafür möchte ich meinen Eltern danken, die mir das ermöglicht haben! Danke, danke, danke! Und natürlich Ulrike und Lloyd, die mich hier jetzt aushalten müssen. Danke, dass ihr beide mich so freundlich aufgenommen habt und Platz für mich habt!!! Den ersten Tag haben mir die beiden, als wir vom Flughafen kamen, schon gleich die größte Goldregion der Welt gezeigt! Und wir sind nachdem wir in der Perry Rd. ankamen und ich mein Zimmer bezogen hatte, nochmal nach Stawell, dem nächsten Ort hier, gefahren. Davor habe ich anderthalb Stunden geschlafen, da ich meine Augen kaum offen halten konnte. Und als wir dann zurückkamen, gab es Abendessen...Salat mit Wong Tongs (keine Ahnung, ob ich's richtig geschrieben habe), das ist mageres Schweinehack mit Ingwer und Gemüse eingerollt in Reispapier. Superlecker mit Sojasauce!! Danach habe ich mich nur noch bettfertig gemacht und bin tot ins Bett gefallen und habe bis heute morgen um viertel vor sechs durchgepennt. Dann bin ich mit Ulrike raus und habe deren Schafe und das Alpaka Charles besucht. Heute ist es nicht so heiß wie gestern, zum Glück! Um sieben haben wir gefrühstückt und sind danach nach Arrarat, einem etwas größeren Ort 40 Minuten von hier, zum Einkaufen gefahren. Naja und jetzt schreibe ich meinen Blog und habe zwischenzeitlich nochmal 'ne Pause eingelegt um Lunch zu essen. Gleich um 1 pm fahren wir nach Halls Gap im Grampians National Park, um nach Kängurus und Co. Ausschau zu halten! Noch habe ich keines zu Gesicht bekommen, da diese sich in der Hitze immer in den Schatten verziehen und nur frühmorgens oder spätnachmittags bzw. abends zu sehen sind. Bis bald und die liebsten Grüße vom anderen Ende der Welt, Sophia see ya!

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