Sydney! :)

Hallo everyone Ich bin gestern gut, aber total übermüdet, in Melbourne gelandet und wurde von Lloyd am Flughafen eingesammelt. Die zwei Wochen, die ich in Sydney und bei Jojo auf der Farm in Leconfield verbracht habe, sind wie im Fluge verflogen und ich kann es noch gar nicht glauben, dass es jetzt nur noch 42 Tage bis zu meinem Rückflug nach Deutschland ist...der Countdown läuft Aber nun zu meiner Reise: Los ging es am 10. Mai mit dem Bus aus Ballarat (eine Stadt, die eine Stunde von uns entfernt liegt), der mich dann zum Flughafen nach Melbourne gebracht hat. Wir mussten morgens um viertel vor sechs in Joel Joel starten, da der Bus um kurz nach sieben in Ballarat gestartet ist. Es endete dann damit, dass wir um 7:10 in letzter Sekunde ankamen und ich die letzte war, die in den Bus gestiegen ist. Das war definitiv schon zu viel Stress für mich an einem Morgen. Aber der Rest des Tages verlief reibungslos, sodass ich mittags um 14:00 Uhr mit meiner Sydney-Erkundungstour starten konnte. Zunächst bin ich mit dem Zug vom Flughafen ins Stadtinnere gefahren und habe mein Gepäck ins Hotel gebracht. Ich hatte ein Doppelzimmer und war begeistert! Viel Platz, top Zustand und total sauber. Nach diesem Moment der Freude begann ich dann mit einem Lächeln Sydney zu erkunden. Gut ausgerüstet mit Reiseführer, Stadtkarten und Kamera habe ich dann zunächst dem botanischen Garten einen Besuch abgestattet, bevor ich dann zu den Sydney-Attraktionen schlechthin gelangte: Sydney Opera House und Sydney Harbour Bridge. Es war ein tolles Gefühl in der Sonne neben dem Opera House zu stehen und über das Wasser zur Harbour Bridge hinüber zu schauen. Auch wenn ich mir jemanden gewünscht hätte mit dem ich Sydney hätte erkunden können, war es wie ein Traum, der in Erfüllung geht. Weiter ging es dann im Hafen von Sydney, der so viel zu bieten hat. Das älteste Stadtviertel dort wird "The Rocks" genannt und in der Vergangenheit ein sehr zwielichtiger Ort gewesen ist, der von rauen Seefahrern in dunklen Pubs und viel Alkohol gekennzeichnet wurde. Heute wird dieses von schicken Restaurants, Bars und Shops gesäumt, aber hat die kleinen Gassen und alten Gebäude beibehalten. Als dann die Sonne zum späten Nachmittag hin langsam unterging, bin ich Richtung Harbour Bridge gelaufen und die Skyline von Sydney in der Dämmerung bestaunt. Jedoch wurde mir irgendwann kalt und ich beschloss, mich auf den Weg zurück ins Stadtinnere zu machen, um mir was zu essen zu kaufen und zurück zum Hotel zu gehen, da der nächste Tag wieder früh starten würde. Ich habe dann noch ein bisschen im Bett Fernsehen geguckt, bevor ich dann eingenickt bin und im Land der Träume versunken bin. Am nächsten Tag stand eine Tagestour mit dem Bus in die "Blue Mountains" an, die ca. 2 Stunden von Sydney entfernt liegen. Das Besondere dort ist, dass man oft einen bläulichen Dunst zwischen den Bergen hängen hat (deshalb "Blue Mountains" ) und es eine berühmte Felsformation mit dem Namen "Three Sisters" gibt, die eine sehr besondere Bedeutung für die Aborigines in dieser Region hat. Ich hatte dort auch die Möglichkeit in ein Aborigine-Kulturzentrum zu gehen und echte Aborigines zu treffen, die getanzt und gesungen haben, uns ihre verschiedenen Jagdwaffen präsentiert haben und die Leute, die Lust hatten sogar mit in ihre Aufführung eingebunden haben. Die Männer waren Kängurus und haben sich wie ein Känguru zur Musim bewegt und wir Frauen waren Emus und haben uns demetsprechend bewegt. Das war wirklich eine einmalige Erfahrung! Danach ging es dann in einen kleinen Ort namens Leura, wo wir Zeit hatten etwas zu essen und ein bisschen durch die Läden zu schlendern. Als letztes stand dann ein Besuch in einem "Wildlife Park" an, wo man Kängurus mit der Hand füttern, Koalas streicheln und alle möglichen anderen australischen Tiere (wie z.B. Wombats, Riesenfledermäuse, den Tasmanischen Teufel, Dingos, Adler, Papageien und viele, viele andere Vogelarten, Emus, Pinguine, Krokodile, Echidnas, Eulen sowie alle möglichen Reptilienarten von Schlangen bis hin zu Echsen) bestaunen konnte. Die Tiere in diesem Park wurden alle verletzt gefunden und es ist das Ziel sie eigentlich wieder in die Wildnis zu entlassen, aber die Tiere, die nicht wieder rehabilitiert werden können, bleiben in dem Wildlife Park. Zurück haben wir noch einen kleinen Umweg über den Sydney Olympia Park eingeschlagen, der für die Olympischen Spiele im Jahr 2000 errichtet wurde, bevor wir dann mit der Fähre ins Stadtinnere zurückgedüst sind. Es war unglaublich, Sydney und seine Attraktionen vom Wasser aus zu sehen und all die sich im Wasser spiegelnden Lichter machen es irgendwie unwirklich. Manchmal war ich mir wirklich nicht sicher, ob das alles real ist, was ich gerade erlebe. Als wir dann im Stadtinneren am "Cirqular Quay" (einem Hafen, direkt im Herzen Sydneys) angelegt sind, habe ich beschlossen den Abend mit Shopping zu verbringen. Also nicht wirklich Shopping, weil ich kein Platz für viel mehr Gepäck hatte, sondern eher bummeln durch die Geschäfte. Donnerstags ist auch immer lange Shoppingnight, was bedeutet, dass natürlich alle unterwegs sind. Aber gerade das hat es noch interessanter gemacht, da ich Sydney so wie einen Ameisenhaufen kennengelernt habe. Überall sind wuselnde Leute, manche am Rennen, manche etwas entspannter. Gerade morgens ist es extrem, wenn du hetzende Leute mit Kaffeebechern neben dir hast, die schon gestresst sind, bevor der Arbeitstag überhaupt begonnen hat. Naja, auf jeden Fall bin ich dann durch die Geschäfte geschlendert und habe in einem Laden dann das Highlight des Tages erlebt...ich war gerade dabei ein paar Klamotten anzugucken, als ich von einem jüngeren Mann gefragt wurde, ob ich irgendwas Bestimmtes suchen würde. Ich habe dann geantwortet, dass ich nur bisschen rumgucke und nichts Spezielles suche. Er muss meinen Akzent erkannt haben und fragte mich daraufhin, wo ich herkommen würde. Ich meinte daraufhin "I'm from Germany." und auf einmal fing er an zu grinsen und meinte: "Ich auch." Es stellte sich dann heraus, dass er aus Schwachhausen kommt und wir sozusagen fast Nachbarn sind. Wir haben uns dann noch ein bisschen unterhalten und er hat mich dann überzeugt etwas zu kaufen. Witzigerweise sind wir jetzt Facebook-Freunde, weil er meine Unterschrift auf dem Kassenbon gelesen hat und mich so dann bei Facebook suchen konnte... :D Am nächsten Tag (also Freitag) hatte ich noch fast den ganzen Tag, bevor ich den Bus nach Tamworth nehmen musste. Ich habe mein Zimmer geräumt, mein Gepäck im Hotel gelassen und bin dann durch die verschiedenen Stadtviertel Sydneys (u.a. Darling Harbour, Chinatown und Pyrmont) gelaufen und noch ein wenig von Sydneys besonderer Atmosphäre aufgesogen. Leider (ich hab fast geheult!) ist meine SD-Karte mit all meinen Bildern aus mir unerklärlichem Grund kaputtgegangen. Von einen auf den den anderen Moment konnte meine Kamera nicht mehr auf die Speicherkarte zugreifen und ich habe eine gefühlte Ewigkeit versucht, die Karte sauber zu machen, den Staub aus dem Schlitz zu pusten, wo die Karte reingehört und bin dann (nachdem sich nichts geändert hat) niedergeschlagen in ein Kamerageschäft gegangen, die jedoch auch nichts ändern konnten. Mir wurde empfohlen die Karte zu Experten zu schicken und darauf zu hoffen, dass diese die Daten auf der Karte wiederherstellen können. Die Chancen sind wohl ganz gut, aber es gibt keine Garantie dafür, dass sie es schaffen. Also es heißt Daumendrücken! Momentan habe ich nur die Bilder, die ich mit meinem Handy gemacht habe und das sind wenn's hochkommt um die 20...wenn überhaupt. Aber egal, die Australier würden jetzt sagen "Such is life." (also so nach dem Motto: "So ist das Leben.") oder "Shit happens." ("Scheiße passiert." :D ) Aber zurück zu Sydney. Meine Füße waren am Glühen, deshalb habe ich mich für 'ne Stunde in 'nen Park auf eine Wiese gesetzt und relaxt. Danach habe ich dann mein Gepäck aus dem Hotel abgeholt und bin zum Busbahnhof, wo ich um 17:30 Uhr den Bus Richtung Brisbane genommen habe, der mich dann um 00:45 Uhr in Tamworth ausgesetzt hat, wo ich dann von Jojo Friedrich abgeholt wurde. Aber über die Zeit in Tamworth oder eher gesagt in Leconfield, das ca. eine Autostunde von Tamworth entfernt liegt, berichte ich euch in meinem nächsten Eintrag. Aber so viel verrate ich schon mal...es war eine unglaublich geile Zeit! Ich habe lange nicht mehr so viel Spaß gehabt wie in Leconfield auf der Farm und habe viele neue Erfahrungen sammlen und Bekanntschaften machen können. Italienische, schottische, norwegische, holländische, deutsche, australische...aber dazu später mehr Ich hoffe, dass ich euch Sydney ein wenig näher bringen konnte und euch der Bericht gefällt Nur einen Tipp gebe ich euch noch. Wenn ihr Sydney besuchen solltet, dann plant auf jeden Fall mehr als zwei Tage ein! Es gibt dort so viel zu sehen, man könnte locker einen Woche dort verbringen... Viele liebe (jedoch schon fast winterliche ) Grüße ins hoffentlich sommerliche Deutschland und bis bald, eure Sophia

22.5.13 02:29

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(3.6.13 23:40)
Hi Sophia

Es sind ja wahnsinnstolle Eindrücke und ich hatte fast das Gefühl beim Lesen, dass ich mich ebenfalls in Sydney befinde! Auch wenn die Zeit dort nur kurz war: trage die Bilder und Eindrücke in deinem Herzen! Dort bleiben sie unvergessen!!!!
Ich bin sehr, sehr stolz und beeindruckt wie du es dort alles so meisterst!!! Ich schicke dir ganz viele Drücker!!!!


(3.6.13 23:49)
....falls du nich weißt, wer dir geschrieben hat!!! Ich war es : deine Mama!

Habe dich unendlich dolle lieb!!!!

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