Daintree-Regenwald und Bungy-Sprung!

Nach meinem Tauchtrip wurde ich von ProDive zurück zur Unterkunft gebracht, wo ich dann noch für einige Minuten auf Ulrike und Lloyd gewartet habe, die am Samstag einen Halbtagsausflug auf eine der vorgelagerten Inseln im Great Barrier Reef unternommen hatten. Dann haben wir erstmal Erlebtes ausgetauscht, was die beiden alles auf ihrer Bootsfahrt und ihrem Inselaufenthalt gesehen haben und ich habe erzählt, was ich während meiner Tauchausbildung gelernt und unter Wasser entdecken konnte. Zusammen sind wir dann losmarschiert und Ulrike und ich haben Sushirollen zum Abendessen gekauft mit lecker Thunfisch und "prawns" (=Garnelen)...ich habe hier in Australien wirklich angefangen Fisch zu lieben Nach dem Abendessen habe ich nur noch Bilder auf Lloyds Laptop angeguckt und bin dann tot ins Bett gefallen, wo ich dann aber das Gefühl hatte auf dem Boot zu sein. Alles in meinem Kopf hat sich gedreht und ich hatte auf meinem linken Ohr noch Druck vom letzten Tauchgang...letztendlich bin ich dann aber fix im Land der Träume versunken und habe vom Great Barrier Reef geträumt (um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mehr daran erinnern von was ich geträumt habe). Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen...wir hatten für neun Uhr ein Auto gemietet um den Daimtree Regenwald etwas zu erkunden, der etwa 1 1/2 Stunden von Cairns entfernt beginnt und sich dann über Hunderte von Kilometern bis zum nördlichsten Punkt Australiens erstreckt. Christina (Lloyds Tochter) und Dan (Christinas Ehemann) hatten mir vor der Reise nach Cairns noch einen Bungy-Sprung angeschnackt, den sie mir vorträglich zum Geburtstag schenken würden. Ich war im ersten Moment sprachlos und wusste nicht, ob ich dieses Angebot wirklich annehmen sollte, aber die beiden haben darauf bestanden...also mussten wir auf unserem Weg zum Regenwald in Smithfield stoppen, das etwa 20 Minuten von Cairns entfernt liegt. Dort angekommen fingen meine Beine an, etwas schwach zu werden. Als ich mich dann letztendlich oben auf der Plattform (50 Meter über der Erde) befand, ist mir erst bewusst geworden, was ich eigentlich gerade machen. Mit etwas flauem Magen, schwitzigen Händen und etwas gequälten Gesichtsausdruck (was mir erst auf meinem Beweisvideo aufgefallen ist) bin ich langsam in Richtung Abgrund gehüpft, da mir ja die Beine zusammengebunden wurden. Mir wurde dann erklärt wie ich springen muss, aber das war ist irgendwie alles an mir vorbeigegangen...ich konnte an nichts mehr denken und hatte das Gefühl mir gleich in die Hose zu machen. Das letzte woran ich mich erinnern kann ist, dass der Typ neben mir bis drei gezählt hat und mir dann einen kleinen Schubs gegeben hat und ich wie mit einem Kopfsprung in die Tiefe gestürzt bin. Den Rest der Geschichte und ob ich überlebt habe werdet ihr auf dem Video sehen (Fortsetzung folgt...) Da (bei unserem Glück) genau an dem Sonntag, an dem wir uns ein Auto in Cairns mieten, der "Ironman" (das ist ein Marathon, der überall auf der Welt ausgetragen wird) in Cairns stattfand und die Autobahn in Richtung Regenwald für's Fahrradfahren und Laufen gesperrt wurde, mussten wir einen Umweg durch's Landesinnere fahren, der doppelt so lang wie der eigentliche Weg war. Das hat uns natürlich viel Zeit gekostet, sodass wir nicht viel Zeit im Daintree Regenwald hatten, bevor es dunkel wurde (was hier momentan so ca. um 17.30 Uhr ist). Um in den Daintree Nationalpark zu kommen mussten wir uns mit einer Fähre übersetzen lassen. Dann gibt es eine befestigte Straße, die sich mitten durch den Regenwald zieht und sehr kurvig ist. Von dieser Straße gehen dann viele Nebenstraßen ab, die dann aber meist unbefestigt sind und nur mit Fahrzeugen befahren werden dürfen, die Vierradantrieb haben. Aufgrund unserer begrenzten Zeit hat es uns nicht allzu weit in den Regenwald verschlagen und wir haben dann an einer Bucht gestoppt, da der Regenwald direkt bis zum Strand wächst. Dort haben wir dann ein wenig Zeit verbracht, bevor wir uns auf den Rückweg nach Cairns gemacht haben, da die Dunkelheit einbrach. Auf dem Weg zurück bin ich dann eingenickert, was halb so schlimm war, da es draußen ja eh nichts zu sehen gab. Zurück im Caravanpark haben wir dann noch Pizza gegessen und Fernsehen geguckt, bevor wir dann für die letzte Nacht in unseren Betten verschwunden sind. Am nächsten Morgen habe ich dann Ulrike fast getötet, da ich mit meinem Sprühdeo gesprüht habe und Ulrike davon schwere Atemprobleme bekommt...sie war am Husten und Röcheln, dass ich echt gedacht habe, ich würde sie umbringen. Zum Glück hat es sich dann nach einiger Zeit etwas gelegt, aber sie hatte den ganzen Tag über Kopfschmerzen, sodass ich ein ganz schlechtes Gewissen hatte.. Wir haben dann in Cairns noch bei Grill'd- Healthy Burgers Mittag gegessen und sind dann mit dem Taxi zum Flughafen gefahren, wo unser Flieger dann aber erst mit etwa 45 Minuten Verspätung abgehoben ist. Was in der Schlussfolgerung heißt, dass wir ewig Zeit totzuschlagen hatten und der Flughafen von Cairns genau 5 Geschäfte hat...definitiv zuviel Zeit für zu wenig Geschäfte. Unser Rückflug verlief aber sonst reibungslos und wir sind abends um 10 Uhr erschöpft aber heile wieder in Joel Joel angekommen. Es war ein supertolles Wochenende mit vielen neuen Eindrücken von einem so unterschiedlichen Teil Australiens verglichen mit dem was ich bisher in der Umgebung von Melbourne und Sydney kennengelernt habe. Es hat mir deutlich gemacht, wie sehr dieses Land variiert und dass es sozusagen nicht "ein" Australien ist, sondern sich eher aus vielen kleinen Puzzleteilen zu einem so vielfältigen Land bzw. gleichzeitig auch Kontinent zusammensetzt. Ein großes Dankeschön an Ulrike und Lloyd für diese Tagestour, es ist ein unvergessliches Erlebnis gewesen! Nun neigt sich meine Zeit hier dem Ende entgegen und die ersten tränenreichen Abschiede wurden genommen...ich kann es kaum glauben, dass die Zeit in den letzten Wochen so schnell gerannt ist. Auf jeden Fall freue ich mich schon riesig auf zuhause, aber trotzdem werde ich Australien mit einem weinenden Auge verlassen, da mir das Land und die Leute doch sehr ans Herz gewachsen sind und ich einiges vermissen werde. Liebe Grüße und bis nächste Woche, ich freue mich auf euch! Eure Sophia

28.6.13 04:16

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